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Das rockt - zumindest für Wanzen

Weil Wassermoleküle sich in einem besonderen Gleichgewicht von gegenseitig sich anziehenden und zugleich abstoßender Kräfte befinden, bildet der Gartenteich eine Oberfläche gleich einer Haut oder Folie. 

Das ermöglicht es Wasserinsekten so lange darauf herumzuspazieren, wie ihr eigenes Gewicht diese Oberflächenspannung des Wassers nicht zerstört. Einerseits sehr empfindlich, erlaubt die Oberflächenspannung des Gartenteichwassers z. B. Wasserläufern dennoch einige Bewegungsfreiheit. So erzeugen die Männchen während der Balz durch ruckartige Auf- und Abbewegungen ihres Körpers rhythmische Wasserwellen, mithilfe derer sie mit den Weibchen über einige Entfernung hinweg kommunizieren. Dasselbe Prinzip, nur als Schallwellen, nutzen wir Menschen zum Musik hören. Zappelnde ins Wasser geplumpste Insekten erzeugen ebenfalls solche Kommunikationswellen, wenngleich ungewollt. Die Wasserläufer jedenfalls verstehen sie zu "lesen" und finden so ganz einfach zu ihrem Futter.

© Otto Durst - Fotolia.com

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