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Faunenzerstörung

Falsch gedacht!

Weltweit gelangen immer wieder einmal Heimtiere, ob gewollt oder sträflich bewusst verursacht, in die dort heimische Umwelt - und damit in seid oft Jahrtausenden in ihrem Gleichgewicht fein austarierte Ökosysteme. Ein Beispiel dafür, ist der in den Mississippi geratene Asiatische Karpfen (Hypophthalmichthys molitrix), auch Silberamur genannt. Der unersättliche Planktonfresser wurde einst zur Gewässerreinigung und Nahrungsproduktion ausgesetzt in der irrigen Annahme, dass er sich vor Ort gar nicht vermehren und ausbreiten könne. Heute tritt er invasiv auf und man befürchtet sogar, dass er in Kürze in die nordamerikanischen Großen Seen einwandern könnte, vor deren Toren er bereits angekommen ist. Geschähe das, so stünde zu befürchten an, dass der Fisch das Plankton dieser Seen praktisch leer fräße und so das Seeleben kollabieren ließe. Alle noch so intensiven Bemühungen, den Fisch an seiner unpassenden Stelle wieder los zu werden, sind bislang kläglich gescheitert. Eine Warnung an den Rest der Welt, die heimische Fauna nicht durch anfangs noch so unbedeutend erscheinende Fremdeinträge zu zerstören.

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