Mäuse

maus_© Maslov Dmitry - fotolia
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Mäuse

Die Hausmaus (Mus musculus) ist eine zu den Altweltmäusen (Murinae) gezählte kleine Art der Langschwanzmäuse (Muridae) und als solche ein Nagetier. Sie kommt in fast allen Ländern vor und lebt oft mit dem Menschen zusammen.

 

Die Hausmaus erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 7 bis 11 cm, eine Schwanzlänge von 7 bis 10 cm und ein Gewicht von ca. 20 - 25 g; die in Labors gehaltenen weißen Mäuse und die sog. Farbmäuse können wesentlich schwerer werden, 45 - 60 Gramm sind keine Seltenheit. Die oberen Nagezähne sind etwas eingekerbt. Der Körper ist oberseits mausgrau bis braungrau, die Unterseite ist etwas heller.

 

Der Schwanz ist mit deutlich sichtbaren Schuppenringen versehen und spärlich behaart. Ausgewachsene Hausmäuse lassen sich von den ähnlich aussehenden Wühlmäusen relativ leicht unterscheiden: Bei Wühlmäusen ist der Schwanz stets deutlich kürzer als die Hälfte ihres Rumpfes (Nase bis Schwanzansatz), bei Hausmäusen ist er stets deutlich länger als die Hälfte des Rumpfes.

Ernährung

Hausmäuse sind so genannte Allesfresser: Sie verzehren zwar überwiegend pflanzliche Nahrung (zum Beispiel herab gefallene Samen von Gräsern, Nüsse und Wurzeln), nutzen aber beispielsweise auch lebend erbeutete Insekten für ihre Ernährung.

Fortpflanzung

Bei entsprechendem Nahrungsangebot ist die Hausmaus das ganze Jahr über fortpflanzungsfähig. Bis zu acht Würfe mit durchschnittlich drei bis acht Jungen im Jahr sind möglich, aber keineswegs die Regel. Wenn sich aber ihre Nahrungsreserven und das Platzangebot verknappen, also sozialer Stress entsteht, verzögern sich die Eireifung und die Brunst. Diese hormonelle Steuerung schützt letztlich vor einer Überbevölkerung.

 

Die Jungtiere werden nackt, blind, taub und unpigmentiert geboren und wiegen weniger als 1 g; einzig die festverschlossenen Augen sind bei Wildmäusen bereits dunkel, bei weißen Mäusen hingegen ebenfalls völlig farblos. Um den 10. Lebenstag herum sind die Nestlinge von einem gleichmäßigen Flaum aus kurzen Haaren überzogen, und am 15. oder 16. Tag nach der Geburt öffnen sich die Augen. Ab dem Alter von etwa 21 Tagen können sie von der Mutter abgesetzt werden. Im Alter von 3 Wochen haben sie ein Körpergewicht von etwa 6 g erreicht. Im Alter von 6 Wochen sind sie geschlechtsreif; wirklich zuchtreif sind sie ab der 8. Woche. Die Tragezeit beträgt ca. drei Wochen.

 

Die Lebenserwartung von Wildfängen der Hausmaus beträgt in der Tierhaltung zwei bis drei Jahre, einzelne Tiere können deutlich älter werden. Durch innerartliche Konkurrenz und Feinddruck ist die Lebenserwartung von Hausmäusen im Freiland erheblich geringer.

Hausmäuse als Heimtiere

Die domestizierte Form der Hausmaus (Farbmaus, „weiße Maus“) wird auch als Heimtier gehalten. Es sollte auf eine ausreichend große Behausung sowie die Möglichkeit zur Kommunikation mit Artgenossen geachtet werden. Einzelhaltung ist keine artgerechte Haltung und sollte vermieden werden. Domestizierte Hausmäuse sind in der freien Wildbahn nicht längerfristig überlebensfähig.

 

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